Mittwoch, 30. Mai 2018

Das letze Ritual von Yrsa Sirgurdardóttir

Guten Morgen meine lieben Leser,

Heute habe ich für euch wieder einen Thriller der unaussprechlichen unglaublich guten isländischen Autorin Yrsa Sirgurdardóttir im Gepäck. Dieses Buch ist zwar schon fast zwei Jahre alt, aber nachdem ich ihre beiden neuesten Bücher verschlungen habe, musste ich unbedingt ein weiteres Buch von ihr lesen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch beim btb Verlag bedanken für das Rezensionsexemplar. Danke! 
Ich wünsche euch viel Spaß mit der Rezension und einen schönen sonnigen Tag!

Liebe Grüße 
Eure Svanny


Inhaltsangabe:

Yrsa Sigurdardóttir
Das letzte Ritual
Thriller
Erscheinungstermin: 12. September 2016

In der Universität von Reykjavík wird die Leiche eines jungen Deutschen gefunden. Der Geschichtsstudent war fasziniert von alten Hexenkulten, und sein Mörder hat ihm ein merkwürdiges Zeichen in die Haut geritzt. Aber die isländische Polizei glaubt an einen Drogendelikt und verhaftet einen Dealer. Die Eltern des Opfers misstrauen den Ermittlungen: Sie beauftragen die junge Anwältin Dóra Gudmundsdóttir, den Fall noch einmal aufzurollen. Und auf der Suche nach dem wahren Mörder findet Dóra mehr über die dunklen Rituale heraus, als ihr lieb ist …


Fazit:

Das Buch beginnt gleich mitten drin. Die Leiche wird gefunden, es gibt kein großes Vorgeplänkel. So direkt wie der Anfang wird die Geschichte auch fortgeschrieben. Die Autorin hat sich hier einen ziemlich abstoßenden Mord ausgedacht, der viele geschichtliche Hintergründe aufweist. So kommt es dazu, dass man sich hier in einer Art Indianer Jones Jagd mit den beiden Ermittlern auf die Spur nach dem Mörder und den Umständen um den Tot macht. 
Die beiden „Ermittler“ sind in diesem Fall keine klassischen Polizisten, sondern ein Mitarbeiter der Familie des Verstorbenen und eine Anwältin die zusätzlich engagiert wurde. Die beiden Charaktere sind sehr gut gestaltet worden. Bei der Anwältin geht im Leben alles ein bisschen drunter und drüber, der Mitarbeiter Michael ist ner der seriöse Businessman. Die beiden verstehen sich im Laufe der Zeit aber immer besser und nähern sich sogar an. Ich bin gespannt ob es in den darauffolgenden Buch mit den beiden weiter geht. 
Die geschichtlichen Fakten sind sehr interessant gestaltet und nehmen eher eine Randnotiz ein, die aber von großem Hintergrundwissen zeugt. Die Autorin hat sich sehr viel Mühe gegeben, dass es nicht zu langweilig wird mit den ganzen Fakten. 
Mit der Person des Toten, hat sie eine Figur kreiert, die sehr außergewöhnlich ist. Sowohl von den Beschreibungen des Aussehens als auch vom beschriebenen Verhalten. Das macht da Buch sehr abwechslungsreich. 
Der Spannungsbogen wird von Beginn an sehr hoch gehalten. Ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen, war aber leider öfter dazu gezwungen. Der Einstieg fiel mir jedes Mal wieder ganz leicht, selbst nach einer Woche war ich gleich wieder in der Geschichte drin. 

Wie auch die anderen Bücher der Autorin, kann ich dieses Buch jedem Krimi Fan nur wärmstens ans Herz legen. Auf diese Autorin ist Verlass! Jedes Buch ein Knaller. 


Verdiente 5 von 5 Sternen!

Donnerstag, 17. Mai 2018

Jobien Berkouwer - Summer Girls

Hallo und guten Morgen meine lieben Leser,

Nach dem etwas nachdenklichen Buch habe ich heute für euch wieder einen richtig spannenden Krimi im Gepäck. 
Als ich den Klappentext das erste mal gelesen habe, habe ich gleich gedacht, Mensch das hört sich richtig gut an! Eine Profilerin, die Bücher schreibt. So viel vorweg: Es hat sich auch wirklich gelohnt! 
Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich beim Pengiun Verlag bedanken: auf euch ist auch wirklich immer Verlass! Jeder Krimi und Thriller aus euren Reihen ist richtig klasse!
Und nun viel Spaß mit der Rezension und einen schönen sonnigen Tag!

Eure Svanny


Inhaltsangabe:

Jobien Berkouwer
Summer Girls
Thriller
Erscheinungstermin: 12. Februar 2018

Die Profilerin Lot van Dijk wird aus Amsterdam in eine verschlafene Gemeinde auf dem Land versetzt. Die männlichen Kollegen nehmen die junge Frau nicht ernst, und abgesehen von ausgebrochenen Pferden gibt es für die Polizei nur selten etwas zu tun. Doch dann wird in einer Waldhütte nach einem Sturm eine Leiche gefunden. Lot sieht ihre Chance, sich zu behaupten, und erstellt ein Täterprofil. Es weist eindeutig auf einen Serienkiller hin, aber sie wird nur müde belächelt. Bis im Wald ein zweites ermordetes Mädchen gefunden wird. Denn nun liegt es an Lot, den Mörder aufzuhalten, bevor er sein nächstes Opfer findet …


Fazit:

Ein richtig gutes Buch! Von der ersten Seite an wurde ich gefesselt. Es beginnt gleich mit einer Verfolgungsjagd zwischen Täter und Opfer, wo bei offen bleibt, ob der Täter das Opfer bekommt. Das spiegelt sich an vielen Stellen im Buch wieder. Oft weis man nicht, ob etwas schon fest steht und bekommt es denn erst Seiten später genau raus. 
Es gibt immer wieder Sprünge und man sieht die Welt aus den Augen des Täters. Teilweise ist es wirklich sehr verstörend, denn manchmal ist ein Täter selber auch Opfer. 
Die Profilerin Lot ist sehr gut dargestellt. Macht einen sympathischen Eindruck und lässt sich von ihren Kollegen nicht unterkriegen. Ich habe in diesem Buch wirklich den Eindruck Einblick in die Arbeit der Polizist bekommen zu haben. Es ist sehr authentisch dargestellt und macht wirklich Spaß zu lesen, wie der Hase so läuft. 
Die Kollegen von Lot haben auch alle mit dem Leben zu kämpfen, die lässt sie sehr authentisch rüber kommen und nicht wie auf dem Papier erstellte Charaktere. Mich würde es nicht wundern, wenn es für jeden Charakter ein menschliches Vorbild im Umkreis der Autorin gibt. 
Die Spannung ist wie schon erwähnt von der ersten Seite an gegeben. Durch den Wechsel zwischen den Darstellungen des Täters und den Mordermittlungen wird die Spannung noch zusätzlich gesteigert. Als Leser hofft man die ganze Zeit, dass sich alles zum Guten wendet und dem Täter auch geholfen werden kann. 

Zusammenfassend ist dieses Buch sehr gut geschrieben. Es macht einfach Spaß zu lesen und ich werde es jedem Krimifan ans Herz legen! 


Verdiente 5 von 5 Sternen!

Sonntag, 13. Mai 2018

Geni Kawamura - Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Hallo meine lieben Leser,

Eigentlich wollte ich euch die Rezension ganz frisch präsentieren, aber manchmal läuft im Leben nicht immer alles wie geplant. Daher bekommt ihr die Rezension mit einer Verspätung. 
Es geht um ein Buch, in dem auf die Bedeutung von Gegenständen im Leben eingegangen wird. Was passiert wenn ich etwas von der Welt verschwinden lasse?
Genau mit dieser Frage beschäftigt sich der Autor in seinem Buch. 
Ich bedanke mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar. Und wünsche euch viel Spaß mit der Rezension. 

Eure Svanny 



Inhaltsangabe:

Genki Kawamura
Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
Roman
Erscheinungstermin: 23. April 2018

Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein. Am Tag darauf verschwinden alle Telefone. Am zweiten Tag die Filme, am dritten alle Uhren. Als am vierten Tag alle Katzen verschwinden sollen, gebietet der Briefträger dem Teufel Einhalt. Und macht etwas völlig Überraschendes ... 

Genki Kawamura stellt in seinem Roman, von dem in Japan über eine Millionen Exemplare verkauft worden sind, die einfache Frage: Was macht ein gutes und erfülltes Leben aus?



Fazit:

Dieses Buch rüttelt wach. Von der ersten Seite an, macht man sich Gedanken, was wirklich wichtig ist im Leben. Es war für mich regelrecht ein Spiegel, der mir zwar die Ansicht des Jungen Briefträgers dargelegt hat. Diese Ansicht hat mich aber dazu angeregt, dass ich mir selber Gedanken über die wichtigen Dinge in meinem Leben gemacht habe. Was würde ich tun, wenn ich in einer solchen Lage wäre. Auf was könnte ich verzichten in meinem Leben und was hätte das für Folgen für alle anderen Menschen auf der Welt. Was für einen wichtig ist, ist dem anderen vielleicht egal. 
Mein persönliches Fazit ist, dass ich mein Leben nicht auf Kosten von irgendwelchen Dingen verlängern würde. 
Bitte macht euch selber bei der Lektüre darüber Gedanken und lasst mich auch gerne teilhaben an euren Ansichten. 
Der Schreibstil des Autors ist sehr bildlich und lebhaft, daher lässt sich das Buch sehr gut lesen. 


Ich kann euch dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen! Verdiente 5 von 5 Sternen. 

Donnerstag, 19. April 2018

SOG von Yrsa Sigurdardóttir

Guten Abend meine lieben Leser,

Heute habe ich wieder ein Krimi Highlight für euch. Nach dem ersten Teil der Serie um den Kommissar Huldar und die Psychologin Freyja habe ich heute für euch den zweiten Teil: SOG.
Wie auch der erste Teil wieder sehr empfehlenswert, daher wünsche ich euch ein schöne Lektüre und ein sonniges Wochenende!

Liebe Grüße 
Eure Svanny



Inhaltsangabe:


Yrsa Sigurdardóttir
SOG
Thriller
Erscheinungstermin: 18. September 2017

Zwölf Jahre nach dem Tod und der Vergewaltigung eines Mädchens wird eine Zeitkapsel in Reykjavik gehoben. Darin enthalten: 10 Jahre alte Briefe von Schülern, die beschreiben, wie sie sich Island im Jahre 2016 vorstellen. Darunter findet sich noch etwas anderes: eine unheimliche Botschaft, die akribisch genau die Initialen von zukünftigen Mordopfern auflistet. Kurz danach werden zwei abgetrennte Hände in einem Hot Tub in der Stadt treibend gefunden. Doch noch hat keiner eine Vermisstenanzeige bei der Polizei gestellt. Schon bald taucht die erste verstümmelte Leiche auf, dicht gefolgt von einer zweiten, und es ist klar, dass die Botschaft aus der Zeitkapsel ernst zu nehmen ist. 

Ein Fall für Kommissar Huldar, der sich beweisen muss: von seinen Leitungsaufgaben entbunden, wird er von den meisten seiner früheren Untergegebenen gemieden, die Beziehung zur Kinderpsychologin Freyja ist ebenfalls ruiniert, was er zu reparieren hofft, indem er sie in die jetzigen Ermittlungen mit einbezieht ...


Fazit:

Nach dem ersten Teil der Serie folgt hier ein wirklich guter zweiter Teil. Ich habe dieses Buch verschlungen. Ich möchte mich an dieser Stelle recht herzlich beim Belag bedanken für das Rezensionsexemplar.
Die Geschichte beginnt ganz spannend mit einem Brief aus einer Zeitkapsel. In diesem Brief wird der Mord an verschiedenen Personen angekündigt. 
Huldar und Freyja begeben sich nun auf die Suche nach dem Mörder und versuchen die Opfer vorher zu finden. Der Mörder hat die Initialen der Opfer in diesem Brief vermerkt. Nach und nach ergibt sich für die Ermittler ein Bild des Grauens. 
Die Geschichte ist wieder sehr bildlich geschrieben und liest sich sehr flüssig. Bei dieser Autorin fühle ich mich nach Island versetzt, es macht richtig Lust auf eine Reise in dieses interessante Land. Island wird sehr verschlafen dargestellt, solche Morde gibt es normal in diesem Land nicht. Hier kennt jeder jeden und eine solche Gewalt gibt es normal nicht. 
Die beiden Hauptcharaktere sind wieder ständig im Fokus und wer den ersten Band nicht kennt, muss hier keine Angst haben, man lernt auch in diesem Band alles wichtige über die Personen und Ihr Art zu handeln.
Die Spannung setzt gleich zu Beginn ein und endet eigentlich erst mit der Auflösung zum Schluss. Bei dieser Autorin weiß ich vorher nie wer der Mörder ist. Ich rate zwar immer mit und habe so meine Vermutungen, aber sie schafft es auch diesmal wieder mich aufs Glatteis zu führen. Mit meiner Idee lag ich ganz falsch. 
Dieses Buch vereint alles, was man für einen spannenden Krimi benötigt: ein gutes Ermittlerteam, eine gute Idee über Opfer und Täter und einen guten landschaftlichen Hintergrund.


Ich vergebe diesem Buch 5 von 5 Sternen.

Dienstag, 10. April 2018

Die Geschichte des Wassers von Maja Lunde

Hallo meine lieben Leser,

Heute möchte ich euch das neue Buch von Maja Lunde vorstellen: Die Geschichte des Wassers. Nach ihrem ersten Buch Die Geschichte der Bienen geht es in diesem Buch um die immer stärker werdende Knappheit des Wassers. Von den ersten Buch von Maja Lunde war ich vor etwa einem Jahr nicht sehr angetan, mir hatte das Ende nicht gefallen und die zukünftige Version ihrer Welt auch nicht. Das war diesmal anders und ich bin froh, dass ich der Autorin mit dem zweiten Buch eine zweite Chance gegeben habe. Ich wünsche euch nun viel Spaß mit der Rezension. 

Liebe Grüße 
Eure Svanny



Inhaltsangabe:

Maja Lunde
Die Geschichte des Wassers
Roman
Erscheinungstermin: 19. März 2018

Norwegen, 2017. Die fast 70-jährige Umweltaktivistin Signe begibt sich auf eine riskante Reise: Mit einem Segelboot versucht sie die französische Küste zu erreichen. An Bord eine Fracht, die das Schicksal des blauen Planeten verändern kann.

Frankreich, 2041. Eine große Dürre zwingt die Menschen Südeuropas zur Flucht in den Norden, es ist längst nicht genug Trinkwasser für alle da. Doch bei dem jungen Vater David und seiner Tochter Lou keimt Hoffnung auf, als sie in einem vertrockneten Garten ein uraltes Segelboot entdecken. Signes Segelboot.

Virtuos verknüpft Maja Lunde das Leben und Lieben der Menschen mit dem, woraus alles Leben gemacht ist: dem Wasser. Ihr neuer Roman ist eine Feier des Wassers in seiner elementaren Kraft und ergreifende Warnung vor seiner Endlichkeit.


Fazit: 

Mir hat dieses Buch ganz gut gefallen. Die Geschichte der Bienen konnte mich nicht überzeugen, das war diesmal anders und ich bin froh, dass ich dieses Buch lesen durfte. An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Verlag und Frau Puce bedanken. 
Dieses Buch ist in zwei Sichtweisen unterteilt: die Geschichte von Signe von 2017 und die Geschichte von David aus dem Jahr 2041. 
Signe ist ein sehr eigenwilliger Charakter der sehr gut dargestellt wird. Sie hat so ihre eigenen Ansichten für die sie ihr Leben lang gekämpft hat. Diese Ansichten sind manchmal sehr merkwürdig, aber sie zieht sie konsequent durch, was Signe als Charakter in meinen Augen sehr sympathisch erscheinen lässt. 
In jedem Kapitel wird zwischen Signe Sicht aus dem Jahr 2017 und der Sicht von David aus dem Jahr 2041 gewechselt. 
David und seine Tochter Lou sind sehr gebeutelt von ihrem Leben ohne Wasser. Zu Beginn sind sie auf dem Weg in ein Auffanglager. Die Darstellung dieses Lagers erinnert sehr an die heutigen Flüchtlingslager. Trotz der ärmlichen Verhältnisse kämpfen die beiden sich durch und versuchen das beste aus ihrem
Leben zu machen. David kümmert sich wirklich rührend um seine Tochter und versucht sie von den bösen Dingen des Lebens zu beschützen. 

Insgesamt hat mir dieses Buch deutlich besser gefallen als Die Geschichte der Bienen. Auch in diesem Buch ist das Ende sehr offen gehalten, was mir persönlich nicht gefällt, daher ziehe ich auch einen Stern ab. Insgesamt ist die Darstellung der Charaktere sehr gut gelungen. Auch die Idee des künftigen Lebens auf der Erde ist sehr gut dargestellt und meiner Meinung auch sehr realistisch. Ich hoffe, das durch solche Bücher immer mehr die Politik wach gerüttelt wird, damit uns nicht ein solches Leben bevorsteht. 


Ich werde dieses Buch weiterempfehlen, denn wir sollten alle für eine bessere Welt kämpfen!

Mittwoch, 4. April 2018

Liebellenschwestern von Lisa Wingate

Guten Morgen!
Ich hoffe ihr konntet die freien Tage im Kreise eurer Liebsten verbringen und habt vielleicht auch die Zeit zum Lesen gefunden. 
Ich möchte euch heute ein unglaublich schönes Buch vorstellen. Es hat mich sehr berührt und ist mir nahe gegangen. Kein Wunder, dass dieses Buch ein New-York-Times-Bestseller ist!
Ich wünsche euch viel Spaß mit der Rezension und möchte euch dieses Buch sehr ans Herz legen.
Ich möchte mich an dieser Stelle beim Verlag bedanken, dafür dass ich dieses Buch lesen durfte.

Eine schönen sonnigen Tag!
Eure Svanny 



Inhaltsangabe:

Lisa Wingate
Libellenschwestern
Roman
Der New-York-Times-Bestseller
Erscheinungstermin: 05. März 2018

Der Dauer-New-York-Times-Bestseller, von den Goodreads-Lesern zum besten historischen Roman 2017 gewählt! 
Ein bewegender Roman über das kraftvolle Band, das Geschwister verbindet, über verborgene Geheimnisse und ihre heilende Wirkung, wenn man sie endlich lüften darf …
Ihre Geschichte beginnt an einem schwül-heißen Sommerabend im Jahr 1939, doch erst über 70 Jahre später wird sie erzählt werden können — aber davon weiß Avery Stafford noch nichts. Für sie hat das Leben keine Geheimnisse. Bis sie eines Tages auf die 90-jährige May Crandall trifft. Die Fremde erkennt ihr Libellenarmband, ein Familienerbstück, und sie besitzt ein Foto von ihrer Großmutter. Was hat May mit ihrer Familie zu tun? Avery stößt schon bald auf ein unglaubliches Geheimnis, das sie zurück in ein dunkles Kapitel ihrer Familiengeschichte führt …
Memphis, Tennessee, 1939: Die zwölfjährige Rill Foss und ihre vier Geschwister leben mit ihren Eltern in einem Hausboot auf dem Mississippi. Als die Kinder eines Tages allein sind, werden sie von angeblichen Beamten in ein Waisenaus gebracht. Rill hat ihren Eltern versprochen, auf ihre Geschwister aufzupassen. Ein Versprechen, das sie auf keinen Fall brechen will, aber es wird ihr alles abverlangen, vielleicht mehr als sie geben kann …


Fazit:

Als ich das Jahr 1939 gelesen habe, hatte ich die Vermutung, dass es um den zweiten Weltkrieg geht. Allerdings hat dieses Buch keinen Kriegshintergrund und es spielt keine Rolle, dass in Europa zu der Zeit viele Menschen im Krieg gefallen sind.
Es geht in diesem Buch um die Geschichte von Kindern, die von ihren Eltern weggebracht wurden und offiziell als Waisen ausgegeben wurden. Dabei hatten diese Kinder Eltern, die sie sehnlichst vermissten. Durch die zeitlichen Wechsel von 1939 und 2017 entsteht nach und nach eine Geschichte, die Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. 
Der Erzählstil ist sehr flüssig und dennoch so ausgeschmückt, dass man sich gut in die handelnden Personen hineinversetzen kann. Mich hat die Geschichte der Kinder sehr berührt, gerade der Elan mit denen die Kinder darum gekämpft haben wieder zu ihren Eltern zu kommen. 
Kaum vorstellbar, dass hinter den zum Teil sehr düsteren Ausführungen, tatsächlich eine wahre Begebenheit steht, die so lange unentdeckt geblieben ist. Am schlimmsten finde ich die Tatsache, dass die Frau niemals dafür bestraft wurde, was sie den Kindern und ihren Eltern angetan hat. Das jemand so wenig Mitgefühl hat und Familien auseinander reißt, ist schon schlimm, aber das dann keine Gerechtigkeit im Sinne einer Bestrafung vollzogen werden konnte, macht das ganze noch schlimmer. Die Betroffenen haben auch in den seltensten Fällen die Möglichkeit gefunden ihre Verwandten wieder zu finden, da die Akten sehr lange Zeit unter Verschluss gehalten wurden. Ein sehr trauriges Kapitel in der Geschichte, was wieder einmal zeigt, dass der Mensch auch nur ein Objekt ist und von einigen als Geldquelle genutzt wird.

Ich hoffe ich habe euch mit meinen Ausführungen nicht abgeschreckt, denn dieses Buch verdient es gelesen zu werden. Allerdings sollte jedem Leser bewusst sein, dass es keine einfache Kost ist und man sich viele Gedanken schon während des Lesens macht.


Ich vergebe 5 von 5 Sternen für die unglaublich aufwühlende Geschichte.

Montag, 26. März 2018

Küstentod von Angelika Svensson

Guten Abend meine lieben Leser,

Habt ihr die Zeitumstellung gut überstanden? Ich finde das immer schlimm, man hat sich an den Rhythmus entweder der Sommer- oder Winterzeit gewöhnt und dann kommt gefühlt schon wieder die nächste Umstellung. Schrecklich.
Ich möchte mit euch heute aber nicht über die Zeit diskutieren, sondern euch einen richtig guten Krimi vorstellen. Der vierte Teil der Serie um Lisa Sanders von Angelika Svensson „Küstentod“. So ziemlich genau vor einem Jahr konntet ihr die Rezension zum dritten Teil der Serie hier lesen und heute gibt es nun Teil vier von mir. 
Viel Spaß damit!

Eure Svanny



Inhaltsangabe:

Ein Ostseeküsten-Krimi mit dem beliebten Kieler Ermittlerteam.
Lisa Sanders von der Kieler Mordkommission und ihre Kollegen ermitteln in einem Fall von besonderer Brisanz, bei dem drei Richter einem Tötungsdelikt zum Opfer fielen. Zunächst sieht alles danach aus, als stamme der Täter aus dem beruflichen Umfeld der Toten, da alle drei häufig wegen ihrer milden Urteile in der Kritik standen. Doch als Lisa im Privatleben der drei Richter eine weitere verstörende Gemeinsamkeit entdeckt, gerät plötzlich eine Person ins Visier, die einer an den Ermittlungen beteiligten Polizeibeamtin viel zu nahe steht ...
Von Seiten der Staatsanwaltschaft hat Thomas von Fehrbach den Fall übernommen. Er ahnt nicht, dass er unter Beobachtung von Jegor Stepanow steht, dem Mann, dessen Bruder Lew er während seiner Dienstzeit in Frankfurt hinter Gitter gebracht und der ihm bei seiner Verurteilung Rache geschworen hat.


Fazit:

Gleich zu Beginn hat es Angelika wieder geschafft mich in den Bann ihrer Erzählkunst hineinzuziehen. Sie hat eine erfrischende Art zu schreiben und man kann ihre Bücher (wenn man die Zeit hat) super an einem Stück durchlesen. Gerade das Ende war wieder der Hammer und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Serie, auf den ich jetzt leider ein Jahr warten muss.
Zu Beginn werden einige neue Akteure vorgestellt. Wer die vorherigen Bände noch nicht kennt, wird eventuell etwas zu kämpfen haben, sich die Namen alle zu merken. Für mich waren es nur wenige neue Namen und Charaktere, daher kam ich damit super zurecht. Diese neuen Charaktere wurden sehr gut „vorgestellt“. Ich hatte gleich ein Bild vor Augen.
Bei Angelikas Büchern habe ich immer das Gefühl ich gucke den Kieler Tatort und nicht das Gefühl ich lese ein Buch. Mir als gebürtige Kielerin sind die Schauplätze zum größten Teil bekannt und es macht richtig Spaß etwas über seine Heimatstadt aus einer etwas anderen Perspektive zu lesen.
Der Spannungsbogen wird nach und nach immer weiter aufgebaut, bis man zum letzten Drittel das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Mit dem Ende als solches hätte ich nicht gerechnet, ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur ein kleiner Hinweis auf ein offenes Ende und die Erwartung auf den nächsten Teil sei mir gegönnt.
Lisa hat sich in diesem Krimi wieder gut geschlagen und trägt durch eine nicht vorhersehbare Wandlung im letzten Abschnitt nun für immer ein „Päckchen“ mit sich rum. Es wird sich zeigen wie stark sie wirklich ist und ob sie diesen „Vorfall“ so einfach wegsteckt.
In diesem Krimi ist für jeden etwas dabei: wilde Verfolgungsjagden, Entführungen, Schusswechsel und Einsätze des SEK‘s. Dieses Buch ist durch fast nichts mehr zu toppen (außer dem nächsten Teil vielleicht). Ich kann es daher nur jedem Krimifan wärmstens ans Herz legen, dieses Buch ist der Hammer und lohnt sich!


Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen!