Montag, 26. März 2018

Küstentod von Angelika Svensson

Guten Abend meine lieben Leser,

Habt ihr die Zeitumstellung gut überstanden? Ich finde das immer schlimm, man hat sich an den Rhythmus entweder der Sommer- oder Winterzeit gewöhnt und dann kommt gefühlt schon wieder die nächste Umstellung. Schrecklich.
Ich möchte mit euch heute aber nicht über die Zeit diskutieren, sondern euch einen richtig guten Krimi vorstellen. Der vierte Teil der Serie um Lisa Sanders von Angelika Svensson „Küstentod“. So ziemlich genau vor einem Jahr konntet ihr die Rezension zum dritten Teil der Serie hier lesen und heute gibt es nun Teil vier von mir. 
Viel Spaß damit!

Eure Svanny



Inhaltsangabe:

Ein Ostseeküsten-Krimi mit dem beliebten Kieler Ermittlerteam.
Lisa Sanders von der Kieler Mordkommission und ihre Kollegen ermitteln in einem Fall von besonderer Brisanz, bei dem drei Richter einem Tötungsdelikt zum Opfer fielen. Zunächst sieht alles danach aus, als stamme der Täter aus dem beruflichen Umfeld der Toten, da alle drei häufig wegen ihrer milden Urteile in der Kritik standen. Doch als Lisa im Privatleben der drei Richter eine weitere verstörende Gemeinsamkeit entdeckt, gerät plötzlich eine Person ins Visier, die einer an den Ermittlungen beteiligten Polizeibeamtin viel zu nahe steht ...
Von Seiten der Staatsanwaltschaft hat Thomas von Fehrbach den Fall übernommen. Er ahnt nicht, dass er unter Beobachtung von Jegor Stepanow steht, dem Mann, dessen Bruder Lew er während seiner Dienstzeit in Frankfurt hinter Gitter gebracht und der ihm bei seiner Verurteilung Rache geschworen hat.


Fazit:

Gleich zu Beginn hat es Angelika wieder geschafft mich in den Bann ihrer Erzählkunst hineinzuziehen. Sie hat eine erfrischende Art zu schreiben und man kann ihre Bücher (wenn man die Zeit hat) super an einem Stück durchlesen. Gerade das Ende war wieder der Hammer und ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil der Serie, auf den ich jetzt leider ein Jahr warten muss.
Zu Beginn werden einige neue Akteure vorgestellt. Wer die vorherigen Bände noch nicht kennt, wird eventuell etwas zu kämpfen haben, sich die Namen alle zu merken. Für mich waren es nur wenige neue Namen und Charaktere, daher kam ich damit super zurecht. Diese neuen Charaktere wurden sehr gut „vorgestellt“. Ich hatte gleich ein Bild vor Augen.
Bei Angelikas Büchern habe ich immer das Gefühl ich gucke den Kieler Tatort und nicht das Gefühl ich lese ein Buch. Mir als gebürtige Kielerin sind die Schauplätze zum größten Teil bekannt und es macht richtig Spaß etwas über seine Heimatstadt aus einer etwas anderen Perspektive zu lesen.
Der Spannungsbogen wird nach und nach immer weiter aufgebaut, bis man zum letzten Drittel das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann und will. Mit dem Ende als solches hätte ich nicht gerechnet, ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur ein kleiner Hinweis auf ein offenes Ende und die Erwartung auf den nächsten Teil sei mir gegönnt.
Lisa hat sich in diesem Krimi wieder gut geschlagen und trägt durch eine nicht vorhersehbare Wandlung im letzten Abschnitt nun für immer ein „Päckchen“ mit sich rum. Es wird sich zeigen wie stark sie wirklich ist und ob sie diesen „Vorfall“ so einfach wegsteckt.
In diesem Krimi ist für jeden etwas dabei: wilde Verfolgungsjagden, Entführungen, Schusswechsel und Einsätze des SEK‘s. Dieses Buch ist durch fast nichts mehr zu toppen (außer dem nächsten Teil vielleicht). Ich kann es daher nur jedem Krimifan wärmstens ans Herz legen, dieses Buch ist der Hammer und lohnt sich!


Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen!

Sonntag, 18. März 2018

DNA von Yrsa Sigurdardóttir

Guten Abend meine lieben Leser,

Heute darf ich euch einen absoluten Knaller vorstellen. Das Buch wurde schon auf vielen Portalen angepriesen und hat schon wieder so viel Lob bekommen, dass ich erst etwas skeptisch war und schon die Befürchtung hatte, dass ich eventuell enttäuscht werde. Nur so viel vorweg: es lohnt sich! Viel Spaß mit meiner Rezension!

Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend!
Eure Svanny 



Inhaltsangabe:


Yrsa Sigurdardóttir
DNA
Thriller
Erscheinungstermin: 09. Oktober 2017

Er schlägt erbarmungslos zu. Wie aus dem Nichts. Zuerst trifft es eine junge Familienmutter nachts in ihrer Wohnung in Reykjavik. Einzige Zeugin ist ihre siebenjährige Tochter, die wider Erwarten den Angriff übersteht. Als wenig später eine zweite Frau unter ähnlich brutalen Vorzeichen ihr Leben verliert, steht die Polizei vor einem Rätsel. Kommissar Huldar, der die Ermittlungen leitet und sich erstmals in einem so wichtigen Fall beweisen muss, hat darüber hinaus ein weiteres Problem. Er ist gezwungen, mit der Psychologin Freyja zusammenzuarbeiten, mit der er vor kurzem nach einer Kneipentour unter falschen Angaben die Nacht verbracht hat. Währenddessen beschließt ein junger Amateurfunker, auf eigene Faust zu ermitteln, nachdem ihn kryptische Botschaften zu den beiden Opfern erreichen. Dass er sich damit selbst in Gefahr bringt, kann er nicht wissen.


Fazit:

Dieses Buch ist wirklich ein absoluter Knaller! Es hat bisher wirklich viel Lob erhalten und dieses auch zu recht. Dieser Thriller hat mich von Anfang an gepackt. Natürlich muss man in den ersten Seiten erstmal in die Geschichte einsteigen und sich an die neuen Personen gewöhnen. Dies fiel mir aber nicht sehr schwer, da sie sehr authentisch beschrieben sind und man schnell ein Bild vor Augen hat. Die Kommissar Huldar ist mir gleich sympathisch geworden. Von heut auf morgen in die Verantwortung geschubst worden und gleich einen unglaublichen Fall an der Hand. Die Psychologin die an vielen Ecken in ihrem Leben Baustellen hat und dann noch mit dem Kommissar Huldar zusammen arbeiten muss, obwohl dieser sie nach einer gemeinsamen Nacht hat sitzen lassen. Mal Mädchen welches mit anhören musste, wie ihre Mutter zu Tode gequält wird und als einzige Zeugin des Mordfalles zählt. Mehr oder weniger zu Dritt versuchen sie den Fall zu lösen. 
Als nach dem zweiten Mord sich der Amateurfunker Karl meldet und als einziger den Namen des zweiten Opfers kennt bevor dieser in der Zeitung war, scheint der Fall aufgeklärt, doch ist es wirklich so einfach? Lasst euch überraschen. 
Island ist wahrlich nicht bekannt für große Kriminalfälle, hier hat es die Autorin geschafft den Leser in eine eigene Welt zu entführen. Von der Landschaft und den Eigenarten des Landes wird leider nicht sehr viel erwähnt, der Thriller könnte daher auch überall anders statt finden. Dieser Aspekt ist aber auch nicht weiter wichtig. 


Die Jagd nach dem Täter war unglaublich spannend. Den Täter hätte ich auch niemals so erwartet. Ein sehr gelungener Thriller. Ich kann dieses Buch wirklich wärmstens empfehlen und werde unbedingt mit dem zweiten Teil so schnell wie möglich anfangen. Daher verteile ich volle 5 Sterne!

Mittwoch, 14. März 2018

Françoise Frenkel - Nichts um sein Haupt zu betten

Hallo meine lieben Leser,

Ich habe mir mit meiner Rezension etwas mehr Zeit gelassen, weil ich auch jetzt immer noch etwas unschlüssig bin, wie ich das Buch einordnen soll. Aber statt hier groß zu erzählen, könnt ihr lieber meine Rezension lesen :-)

Liebe Grüße 

Eure Svanny 



Inhaltsangabe:

Françoise Frenkel
Nichts, um sein Haupt zu betten
Erscheinungstermin: 12. Februar 2018

Die Geschichte der jüdischen Buchhändlerin Françoise Frenkel, die achtzehn Jahre lang die erste französische Buchhandlung in Berlin leitete, 1939 durch das besetzte Frankreich floh und sich 1943 in die Schweiz retten konnte. Knapp siebzig Jahre nach seiner Veröffentlichung in einem kleinen Genfer Verlag wurde dieses außergewöhnliche Buch in Frankreich zufällig auf einem Flohmarkt wiederentdeckt und ist mit einem Vorwort von Patrick Modiano erstmals auf Deutsch erschienen.


Fazit:

Dieses Buch behandelt ein sehr ernstes Thema und einen unglaublich traurigen Abschnitt unserer Geschichte. 
Durch die Ich-Erzählung wird kein großer Abstand aufgebaut und man ist sofort mitten drin. 
Allerdings muss ich hier gleich zu Beginn sagen, dass mich dieses Buch nicht so berühren konnte. Von dem Buch über die Auswanderung nach Panama war ich sehr begeistert (die Rezension findet ihr im April 2017). Daher bin ich mit Erwartungen an dieses Buch gegangen und bin leider etwas enttäuscht worden. 
Die Geschichte der jungen Dame ist hin und her gerissen von Fahrten von einem Ort zum nächsten. Zu Beginn kämpft sie um den Bestand ihrer französischen Buchhandlung in Berlin und gewinnt scheinbar. Nach der Machtübernahme der Nazis nimmt die Geschichte aber ihren Lauf. 
Inhaltlich möchte ich nicht zu viele verraten, nur so viel: es wird nie langweilig. 
Das Buch konnte mich auch durchaus von seiner Geschichte fesseln, die Ereignisse überschlagen sich zum Teil. Allerdings hat es mich nicht so berühren können. 
Die Geschichte ist sehr gut geschrieben, nachvollziehbar und in einer wie ich finde sehr modernen Sprache. 


Ich möchte mit dem Buch nicht zu kritisch sein und vergebe daher 4 von 5 Sternen. 

Sonntag, 4. März 2018

Der Buchliebhaber von Charlie Lovett

Hallo meine lieben Leser,

Zunächst wünsche ich euch einen schönen Sonntag, ich hoffe bei euch ist es auch so schön sonnig. 
Ich habe heute einen richtig schönen Sonntagsschmöker für euch im Gepäck. Der Buchliebhaber von Charlie Lovett. Da wir ja auch alle Buchliebhaber sind, wünsche ich euch viel Spaß mit meiner Rezi, das Buch lohnt sich zu lesen!

Liebe Grüße 
Eure Svanny 



Charlie Lovett
Der Buchliebhaber
Roman
Erscheinungstermin: 20. November 2017

Arthur Prescott ist glücklich mit seinem Leben im beschaulichen Barchester. Er unterrichtet an der Universität und verbringt seine Freizeit am liebsten in der Bibliothek der Kathedrale, deren Geschichte er recherchiert. Doch ausgerechnet seine wichtigste Quelle, das ›Buch der Ewolda‹, gilt als verschollen. Seit Jahren sucht Arthur vergebens nach dieser mittelalterlichen Handschrift, als nun auch noch ein Eindringling seine Arbeit stört: Die junge Amerikanerin Bethany ist nach Barchester gekommen, um die Bestände der Bibliothek zu digitalisieren. Ein Sakrileg in den Augen des bibliophilen Arthur. Doch Bethany erobert schließlich nicht nur Arthurs Herz, sie hilft ihm auch, das Rätsel des verschwundenen Manuskripts zu lösen ...


Fazit:

Dieses Buch ist mal etwas anders geschrieben. Vor jedem Kapitel sind diverse zeitliche Rückblicke in verschiedene zeitliche Epochen zu finden. Am Anfang kann man noch nicht so richtig verstehen, wie diese miteinander zusammen hängen, dieses wird aber nach einigen Kapiteln deutlich und man freut sich jedes Mal auf die historischen Rückblicke. 
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut, man fiebert richtig mit Arthur mit. Arthur ist ein sehr netter Charakter, er erinnert mich ein bisschen an Sheldon Cooper, sehr eigen von seiner Persönlichkeit, aber einfach nur sympathisch. Er ist ein kleiner Nerd und sehr spezialisiert auf die Artus Sage und den heiligen Gral. Seine Freunde und er treffen sich jede Woche zu ihrem Büchertreffen. Allgemein ist Arthur sehr eingefahren in seinen Abläufen, er geht regelmäßig abends zu Veranstaltungen in der Kirche und das obwohl er nicht gläubig ist, zumindest meint er es nicht zu seien. 
Durch die Digitalisierung der Bibliothek in der Arthur jede freie Minute verbringt lernt er Bethany kennen. Sie bringt ihn vollkommen durcheinander und bringt ihn dazu endlich seinen Kirchenführer zu Ende zu schreiben. An dieser Stelle möchte ich aber noch nicht zu viel vom Inhalt verraten. Nur so viel sei noch gesagt, es wird eine spannende Jagd und wer weiß, vielleicht kann die Kirche und die Bibliothek die Arthur so am Herzen liegt vor dem Verkauf bewahrt werden. 
Ich habe dieses Buch verschlungen, es hat mich gepackt und war wirklich sehr unterhaltsam. Ich habe noch einiges über die Gralssage gelernt und viele historische Fakten mitgenommen. 

Ich gebe diesem Buch 5 von 5 Sternen und kann es jedem nur empfehlen, der gerne Romane liest und auch gerne Romane mit historischem Kontext.

Donnerstag, 8. Februar 2018

Die Namen der Toten von Sarah Bailey

Guten Abend liebe Leser,

Heute habe ich einen Krimi für euch im Angebot. Ein Krimi der zum Schluss so richtig spannend wird und einen Ermittler der etwas anderen Art. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber so viel vorweg: ich vergebe 5 von 5 Sternen. An dieser Stelle möchte ich dem Verlag für das Rezensionsexemplar danken. 
Viel Spaß mit der Rezension!

Eure Svanny 


Rezension:

Inhaltsangabe 

Sarah Bailey
Die Namen der Toten
Kriminalroman
Erscheinungstermin: 09. Januar 2018

Detective Richard Vega fühlt sich wie in einem schlechten Traum, als nahe der südenglischen Kleinstadt Tunbridge Wells die Leiche eines 15-Jährigen gefunden wird. Denn vor sechs Jahren stand er an derselben Stelle schon einmal über die Leiche eines Teenagers gebeugt, der auf dieselbe Weise getötet wurde. Hat Vega damals den Falschen verhaftet? Hat er erneut Schuld auf sich geladen? Denn dies wäre nicht der einzige Tod, der auf seinem Gewissen lastet …

Fazit:

Ich beginne diesmal mit den Charakteren: die Autorin hat sich große Mühe gegeben diese sehr vielfältig zu gestalten und die Charaktereigenschaften so heraus zu stellen, dass alle ihre eigene Persönlichkeit bekommen. Gerade der Detective Vega ist eine sehr eigene Persönlichkeit. Auf Anweisungen seiner Vorgesetzten nimmt er sehr wenig Rücksicht und macht viel auf eigene Faust. Er verfolgt seine Ideen und vertraut auf sein Bauchgefühl. Dies macht ihn in meinen Augen sehr sympathisch und das Buch hat Ähnlichkeiten mit dem Buch Das Mädchen im Eis (die Rezension dazu findet ihr auch auf meinem Blog, wenn ihr sie nicht schon gelesen habt, ansonsten gern rein lesen). Zu Beginn des Buches hatte ich mit den klassischen Ermittlern gerechnet und war daher positiv überrascht das es nicht der Fall war. 
Auch die anderen Akteure machen einen netten Eindruck, von den Bösewichten mal abgesehen ;-).

Die Story an sich wirkte zu Beginn eher oberflächlich, es wurde ein Junge ermordet, der Mord sah aus wie ein vorheriger Mord und man begab sich nun auf die Suche. Nach den ersten 50 Seiten musste ich aber feststellen, das die Story hinter dem Mord viel mehr zu bieten hat als einen „einfachen“ Mord. Gerade das Ende ist so unerwartet, dass ich richtig begeistert bin von dem Buch und es jedem Krimi Fan nur empfehlen kann. Hier steckt so viel Story drin, mit der man einfach nicht rechnet.  


Daher vergebe ich hier 5 von 5 Sternen!

Dienstag, 30. Januar 2018

Ellen Sandberg - Die Vergessenen

Guten Morgen Leser,

Heute habe ich ein schönes Buch, dass ich euch vorstellen möchte, mitgebracht. Es verknüpft einige Aspekte sehr gut, über die ich gerne lese. Zum einen hat es Elemente eines historischen Romans, in dem es das Leben einer Krankenschwester während der NS-Zeit in einem Pflegeheim für Kranke und Behinderte beschreibt, und zum anderen wird es gegen Ende ein spannender Thriller, bei dem man mitfiebert, ob das Verbrechen aufgeklärt wird oder nicht. Dieses Buch ist wirklich sehr gelungen und ich habe es verschlungen. Ich wünsche euch nun viel Spaß mit der Rezension. 

Eure Svanny 


Inhaltsangabe 

Ellen Sandberg
Die Vergessenen
Roman
Erscheinungstermin: 27. Dezember 2017

1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...


Fazit

Dieses Buch hat mir richtig gut gefallen. Durch die historischen Rückblicke bringt es dem ganzen Buch einen historischen Einschlag ohne ein reiner historischer Roman zu sein. Durch die Vermischung der zwei Zeiten werden aber auch Unterschiede und die technischen Errungenschaften deutlich. So musste man 1944 noch sehr weit fahren, um eine Adresse heraus zu finden und heute schon man einfach auf sein Handy im Internet nach. Genauso wurde versucht die Unterschiede in den Vorstellungen der Menschen zu verdeutlichen. Viele haben sich einfach nicht getraut gegen das System zu arbeiten, aus Angst selbst bestraft oder getötet zu werden. 
Die Charaktere wurden deutlich heraus gestellt und habe alle ihre persönlichen Merkmale bekommen, die sie sympathisch oder auch weniger sympathisch gemacht haben.
Der Erzählstil der Autorin ist sehr bildlich und man ist förmlich gefesselt von ihrer Erzählweise. 


Das Buch hat seine 5 Sterne sehr deutlich verdient und ich kann es nur weiter empfehlen!

Dienstag, 23. Januar 2018

Interview mit André Milewski

Hallo meine lieben Leser,

Heute habe ich keine Rezension für euch, sonder ein Interview mit André Milewski. Ich habe mich sehr darüber gefreut den Autor interviewen zu dürfen und möchte euch das nun nicht vorenthalten. 
Viel Spaß. 

Eure Svanny 



Guten Tag André Milewski, vielen Dank, dass ich dir heute ein paar Fragen stellen darf. 
Magst du dich kurz den Lesern vorstellen und etwas über dich erzählen?

Ich bin 39 Jahre alt und lebe im ländlichen Schleswig-Holstein. Vor meiner Zeit als Schriftsteller war ich unter anderem als Soldat auf Zeit bei der Marine tätig und später als Einkaufsleiter bei einem Medizinprodukthersteller. 

Warum bist du Autor geworden? Was war der Grund, dass du mit dem Schreiben begonnen hast?

Da gab es eigentlich kein auslösendes Ereignis. Der Wunsch schlummerte wohl schon immer in mir. Anfang 2010 hatte ich dann ausnahmsweise kein Buch zum Lesen zur Hand, da musste ich selbst eins schreiben. ;-) Und ich habe dann schnell festgestellt, wie viel Spaß mir das Schreiben bringt. Deswegen bin ich auch dabei geblieben.

Ab wann war dir klar, dass du nur noch Schreiben möchtest?

Hm, eigentlich schon seit meinem zweiten Roman (2013). Das Feedback der Leser hat natürlich dazu auch einiges beigetragen.

Wie kam es dazu, dass du dich entschieden hast, nur noch zu schreiben? War dies ein großer Schritt für dich?

Die Freiheit, die man als Autor hat, war ein entscheidender Faktor und natürlich der Spaß an der Sache. Aber nur davon alleine kann man ja nicht leben. Zum Glück waren einige meiner Bücher ganz erfolgreich. Die Entscheidung, ab 2017 ausschließlich nur noch zu schreiben, ohne Absicherung durch einen „Brotjob“, war tatsächlich nicht leicht und erforderte auch etwas Mut. Aber jetzt, nachdem ich das über ein Jahr hinweg mache, kann ich sagen, es war die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe.

Man sagt immer, dass man als Autor nicht reich wird (von wenigen berühmten Ausnahmen mal abgesehen), aber reicht der Verdienst oder hast du nebenbei noch andere Projekte?

Reich wird man tatsächlich nicht, aber das ist auch nicht das Ziel. Der Verdienst reicht und auch ein Eis ist ab und zu drin. ;-) 

Wird es Lesungen zu deinem neuen Buch geben?

Aktuell ist da nichts geplant.

Wo schreibst du am liebsten?

Zuhause in meinem Arbeitszimmer. Ich brauche schon etwas Abgeschiedenheit und Ruhe, um schreiben zu können. An öffentlichen Orten, wie z.B. in Cafés (eins der beliebtesten Autorenklischees) könnte ich mich nicht genügend auf die Geschichte konzentrieren. Der Einzige, der mit im Raum sein darf, wenn ich schreibe, ist mein Hund (oder der Kater).

Hast du ein festes Ritual oder schreibst du immer dann wenn dir eine Idee kommt?

Nein, keine Rituale bitte. ;-) Trotzdem habe ich einen ziemlich festen Tagesablauf und schreibe eigentlich jeden Tag, bevorzugt vormittags. An Ideen mangelt es nie, nur an der Zeit, alles umzusetzen.

Gibt es jemanden der dein Schreiben beeinflusst?

Bestimmt mehrere, wie z. B. Stephen King, Lee Child, Clive Cussler u. a., aber eher unbewusst.
Ich versuche keinem bestimmten Autor nachzueifern, sondern meinen eigenen Stil zu finden (und zu pflegen).

Wo nimmst du deine Ideen für deine Bücher her und wo recherchierst du?

Das ist ganz unterschiedlich. Mal entdecke ich einen spannenden Artikel in einem Magazin (meist National Geographic o. ä.) oder ich entdecke eine spannende Dokumentation im Fernsehen. Manchmal ergibt es sich beim Schreiben selbst, dass sich eine weitere Idee für ein völlig anderes Buch entwickelt. Meine Gedanken schweifen manchmal schon weit ab …
Die Recherche startet meist in meiner eigenen Bibliothek und wird dann bei Bedarf ausgeweitet, zumeist übers Web, aber auch gerne durch Reisen.

Bekommst du oft Feedback von deinen Lesern und wie gehst du damit um?

Es kommt ziemlich häufig Leser-Feedback, großteils immer sehr freundlich und positiv. Ich bemühe mich, auf jedes Feedback zu antworten, es macht auch Spaß, direkten Kontakt zu den Lesern zu haben. Manchmal bekomme ich auch Hinweise, wenn ich etwas in meinen Büchern falsch dargestellt habe. Das ist schon sehr hilfreich und ich möchte es nicht missen.

Was machst du wenn du mal nicht schreibst?

Meinen Hund bespaßen, Lesen, Comics, Darts, ins Kino gehen, joggen.

Magst du uns deine Wünsche und Träume für die Zukunft verraten? Gibt es etwas was du noch unbedingt machen möchtest?

Ich wünsche mir, dass ich auch weiterhin vom Schreiben leben kann und mir der Spaß am Schreiben nicht abhanden kommt. Und ich würde gerne noch einen Fantasyroman schreiben, ein richtiges Epos. Aber das wird noch etwas dauern, bis ich dies umsetzen kann. Außerdem würde ich mich sehr über eine Comicadaption meiner Bücher freuen. 

Vielen lieben Dank für das Interview, ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft, vor allem Gesundheit, Glück und Lebensfreude. 


Ebenfalls vielen Dank!